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  • Title: Niemals Vergessen
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  • Title: grau
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  • Title: niemals.vergessen
    Descriptive info: Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher !.. Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen die Initiative.. Niemals Vergessen.. vorstellen, in dessen Rahmen die Republik Österreich versucht, ihre historische und moralische Verantwortung für die Verbrechen des Nationalsozialismus wahrzunehmen.. Neben detaillierten Beschreibungen verschiedener Projekte finden Sie hier auch Informationen zum geschichtlichen Hintergrund des Nationalsozialismus in Österreich.. Sollten Sie Fragen zur Initiative.. oder zu den einzelnen Projekten haben oder uns einfach Ihre Meinung mitteilen wollen, besuchen Sie bitte das.. Diskussionsforum.. oder nehmen Sie direkt mit uns.. Kontakt.. auf.. Impressum.. Home..

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  • Title: Niemals Vergessen
    Descriptive info: :.. Die Initiative.. NS-Terror.. Erinnerungspolitik.. Opfergruppen.. Widerstand.. Links.. Forum.. airport.. praterstern.. Projektbeschreibung.. Nordbahnhof.. Das jüdische Wien.. Holocaust.. Bauvorhaben.. basistunnel.. loiblpass.. KZ am Loiblpass.. Kärntner PartisanInnen.. Gedenken in Kärnten..

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  • Title: Niemals Vergessen
    Descriptive info: Impressum gem.. 24, 25 Mediengesetz sowie Anbieteridentifizierung gem.. 5/1 ECG.. Medieninhaber, Herausgeber, Hersteller und Redaktion:.. Initiative.. Herrengasse 7.. A-1014 Wien.. mail@niemals-vergessen.. at.. Vorstandsvorsitzende: DDr.. Brigitte FÜRNTHALER.. Generalsekretär:.. Dr.. Herbert KARAVEC.. Vorstand:.. Mag.. Gabriele ATZBERGER, Mag.. Karin BAIER-STÖHR, Renate BANOVITS, Dr.. Georg BERANEK, Heidrun DANNHOFER, Dr.. Verena DOLEZAL, Elmar DURES, Dr.. Constanze FORAN, DDr.. Brigitte FÜRNTHALER, Ludwig HATZ, Kerstin HOLECEK, Mag.. Christine HORAK, Veronika ITTINGER, Mag.. Katharina JINDRAK, Dr.. Herbert KAREVEC, Dr.. Annemarie KARL, Dipl.. Ing.. Cem KURANEL, Dr.. Gertrud MAURECK, Herrmann NAGY, Dipl.. Kurt NIMEDER, Mag.. Christian PARITS, Hannes PEHAM, Dr.. Claudia PINELLI, Harald REISINGER, Christian REITSAMER, Dipl.. Alfred STÖGER, Dr..  ...   will einen Beitrag zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und zur aktiven Aufarbeitung der Geschichte leisten.. Kontakt:.. Gestaltung und Layout: WDS - Web Data Service.. Haftung:.. Auf diesen Web-Seiten besteht auch für UserInnen die Möglichkeit, interaktiv Mails zu posten, Texte zu veröffentlichen und Stellung zu beziehen.. Die Republik Österreich hat keinen Einfluss auf Inhalt und Form der von UserInnen gestalteten Beiträge.. Diese Beiträge stellen daher selbstverständlich nicht automatisch die Position der Republik Österreich dar.. Aus diesen Gründen kann die Republik Österreich auch für auf diesem Wege von Dritten begangene Eingriffe in fremde Rechte, etwa Urheberrechte, Persönlichkeitsrechte, u.. a.. keinerlei Haftung übernehmen..

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  • Title: Niemals Vergessen
    Descriptive info: an:.. Bürgerservice.. Presseanfrage.. Internetredaktion.. Name:.. e-mail:.. Betreff:.. Text:..

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  • Title: Niemals Vergessen
    Descriptive info: Präsidentschaftskanzlei, Hofburg.. Bundeskanzleramt.. Bundesministerium für Inneres.. Mauthausen Komitee Kärnten/Koroška.. Israelitische Kultusgemeinde Wien.. Homosexuelle Initiative Wien.. Kulturverein österreichischer Roma.. Zentralverband slowenischer Organisationen.. Rat der Kärntner Slowenen.. Internationale Föderation der Widerstandskämpfer (FIR).. KZ-Verband/VdA OÖ.. Museum Gedenkstätte Peršmanhof.. Forschungsstelle Nachkriegsjustiz.. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes..

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  • Title: Niemals Vergessen
    Descriptive info: Widerstand in Österreich.. Wolfgang Neugebauer.. Unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland im März 1938 stieß die Organisierung des Widerstandes auf nicht geringe Schwierigkeiten.. Der kampflose Untergang Österreichs, die Passivität der Westmächte, die totale nationalsozialistische Machtergreifung und die mit deutscher Gründlichkeit und Schnelligkeit durchgeführten Verfolgungsmaßnahmen sowie die erzwungene Flucht tausender potentieller NS-GegnerInnen wirkten sich ebenso negativ aus wie die weit über die NS-SympathisantInnen hinausgehende pronazistische Jubelstimmung und die verschiedenen anschlussfreundlichen Erklärungen österreichischer Institutionen und Persönlichkeiten.. Im Unterschied zu anderen besetzten Ländern, wo von vornherein ein klares Feindbild bestand und der Widerstand zur Sache aller nationalen Kräfte wurde, hatten die österreichischen WiderstandskämpferInnen in einer feindlichen, von DenunziantInnen und fanatischen RegimeanhängerInnen durchsetzten Umwelt zu wirken.. Der Widerstand war von der für Österreich typischen tiefen parteipolitischen Fragmentierung geprägt.. Der politisch-gesellschaftlichen Struktur Österreichs entsprechend, fand das NS-Regime zwei annähernd gleich starke potentielle Hauptgegnergruppen vor: die organisierte Arbeiterbewegung, hauptsächlich in den Industriezentren im Osten Österreichs konzentriert, und das katholisch-konservativ-bürgerliche Lager.. Eine gemeinsame nationale Wurzel des Widerstandes, die - ungeachtet auch dort bestehender politischer Differenzierungen - für die anderen von Hitlerdeutschland besetzten Länder charakteristisch war, war aufgrund der besonderen "nationalen" Situation Österreichs lange Zeit kaum vorhanden, sie entwickelte sich in Ansätzen erst gegen Kriegsende.. Trotzdem kann der Auffassung von einem "spezifischen österreichischen Widerstand" zugestimmt werden, nicht zuletzt weil organisatorisch eine nahezu völlige Trennung zwischen österreichischen und deutschen Widerstandsgruppen bestand.. Zur Bedeutung des Widerstands.. ArbeiterInnenbewegung.. Katholisch-konservativ-bürgerliches Lager.. Andere religiöse Gruppen.. Bewaffnete Widerstandsgruppen.. Überparteiliche Gruppen.. Widerstand in der Haft.. Individueller Widerstand.. Der Widerstand, sein Ausmaß und seine Bedeutung sind nur im Zusammenhang mit dem Gesamtverhalten der ÖsterreicherInnen in der NS-Zeit, also unter Berücksichtigung des österreichischen Nationalsozialismus, zu bewerten.. Eine solche Beurteilung kann freilich nicht in Form einer bloßen Gegenüberstellung von - größenordnungsmäßig geschätzten - 100.. 000 WiderstandskämpferInnen mit 700.. 000 NSDAP-Mitgliedern erfolgen; denn die einen hatten ihre gesamte Existenz zu riskieren, die anderen genossen alle Vorteile einer - die alleinige Macht ausübenden - Staatspartei.. Gemessen an der großen Zahl der Opfer waren die praktischen Ergebnisse des Widerstandskampfes - etwa in Richtung einer Gefährdung des NS-Regimes, einer ernstlichen Schädigung der NS-Kriegsmaschinerie oder der Erringung der Hegemonie in der Bevölkerung - eher bescheiden.. Der Widerstand war im Hinblick auf den 1943 in der Moskauer Deklaration der Alliierten geforderten eigenen Beitrag Österreichs zu seiner Befreiung von politisch eminentem Wert, wie sich bei den Bemühungen um den Staatsvertrag herausstellte.. Schließlich waren Frauen und Männer, die im Widerstand aktiv oder vom NS-Regime verfolgt worden waren, maßgeblich an der Bildung der provisorischen Regierung sowie am Neuaufbau des politischen Systems und der Verwaltung 1945 beteiligt.. Die weitere politisch-gesellschaftliche Entwicklung Österreichs stand freilich nicht im Zeichen der WiderstandskämpferInnen und NS-Opfer; sie wurde von der Generation der KriegsteilnehmerInnen und ehemaligen NationalsozialistInnen dominiert.. [TOP].. Arbeiterbewegung.. Von der Parteiführung angeordneter Stillstand nach dem Anschluss, Flucht oder Auswanderung belasteter FunktionärInnen sowie Verrat in den eigenen Reihen führten zum organisatorischen Niedergang der seit 1934 im Untergrund wirkenden SozialistInnen (RS).. Die weiter aktiven RSlerInnen konzentrierten ihre Tätigkeit auf die Unterstützung von Angehörigen von Verfolgten und die schon seit 1934 bestehende Unterstützungsaktion "Sozialistische Arbeiterhilfe" (SAH) - Gegenstück zur kommunistischen "Roten Hilfe" - wurde gleichsam zum Ersatz für die Parteiorganisation.. Die Verfolgungsmaßnahmen und das Abreißen der Verbindungen zum Exil nach dem Kriegsausbruch 1939 führten dazu, dass der sozialistische Widerstand in einzelne, voneinander isolierte Gruppen zerfiel, unter denen die Revolutionären Sozialisten am bedeutendsten waren.. Die gesamtdeutsche Linie, "die Umwandlung des bestehenden nationalsozialistischen in ein sozialistisches Deutschland", die von den sozialistischen Exilorganisationen vertreten wurde, war lange Zeit auch für die Widerstandsgruppen im Land maßgeblich.. Erst im Laufe des Krieges und besonders nach der Moskauer Deklaration, in der die Unabhängigkeit Österreichs zum alliierten Kriegsziel erklärt wurde, erfolgte ein Umdenken.. VertreterInnen des deutschen Widerstandes versuchten mehrmals, österreichische SozialdemokratInnen und Christlichsoziale zur Mitarbeit zu gewinnen, mussten aber zur Kenntnis nehmen, dass deren Wunsch nach Unabhängigkeit bereits stärker war als die Verbundenheit mit Deutschland.. Wenn man von den vorhandenen Polizei- und Gerichtsmaterialien ausgeht, war der Widerstand der KommunistInnen zahlenmäßig der weitaus stärkste von allen politischen Gruppen.. Auch die illegalen Druckwerke dieser Zeit sind an die 90 Prozent kommunistischer Provenienz.. Diese Einflussgewinnung war möglich, weil die KPÖ von Anfang an - ohne Rücksicht auf Verluste - die Parole des aktiven Widerstandes ausgab.. Schon in der ersten, am 12.. März 1938 in Prag beschlossenen Erklärung des ZK trat die KPÖ für die Wiederherstellung der Unabhängigkeit Österreichs ein und gab ihrem Widerstand - unter Zurücksetzung klassenkämpferischer und revolutionärer Parolen - eine betont österreichisch-patriotische Orientierung.. Analog zur Entwicklung in anderen von Hitlerdeutschland besetzten Ländern, wo breite, meist unter kommunistischer Führung stehende nationale Widerstandsbewegungen entstanden, propagierten die österreichischen KommunistInnen allerdings weitgehend  ...   jüdischer Herkunft zur Auswanderung in das neutrale Ausland verhalfen.. Die österreichischen WiderstandskämpferInnen beschränkten sich in der Hauptsache auf traditionelle politische Tätigkeitsformen, wie die Bildung von Organisationen, Propaganda und dergleichen, die sich als verlustreich, aber wenig effizient erwiesen.. Gewaltsame Aktionen, auch Sabotage, waren eher selten.. Erst etwa ab 1942 bildeten sich, meist auf Initiative von KommunistInnen, bewaffnete Widerstandsgruppen.. Vor allem in Südkärnten formierten sich slowenische PartisanInnengruppen.. Im Unterschied zu den auf die Sympathie der slowenischen Bäuerinnen und Bauern sich stützenden Kärntner PartisanInnen fiel es den mit Fallschirmen abgesetzten Kampfgruppen wie z.. den "Koralmpartisanen" sehr schwer, in der Bevölkerung Fuß zu fassen, da hier die NS-Propaganda mit ihren antibolschewistischen Feindbildern stark wirksam war.. Von den bewaffneten Widerstandsgruppen außerhalb Kärntens trat nur die PartisanInnengruppe Leoben-Donawitz militärisch in Erscheinung, während andere vielfach als "Partisanen" bezeichnete Gruppen im Salzkammergut oder im Ötztal über die Aufbau- und Bewaffnungsphase nicht hinauskamen.. Gegen Ende des Krieges formierten sich vielerorts überparteiliche Widerstandsgruppen, deren AktivistInnen aus verschiedenen politischen und sozialen Lagern stammten; die Ablehnung des Nationalsozialismus, die Abkürzung des Krieges, die Erkämpfung der Freiheit waren das einigende Band.. Die größte und bekannteste dieser Widerstandsgruppen war die Gruppe O5, die von bürgerlich-konservativen Kräften initiiert und getragen wurde, aber auch Kontakte zu SozialdemokratInnen und KommunistInnen knüpfte und durch die Verbindung, die Fritz Molden mit den Westalliierten herstellen konnte, einen hohen politischen Stellenwert erlangte.. Unabhängig davon hatte sich im Wehrkreiskommando XVII in Wien eine militärische Widerstandsgruppe um Major Carl Szokoll gebildet.. Diese war bereits beim Anti-Hitler-Putsch im Juli 1944 spektakulär in Aktion getreten, als im Zuge der "Operation Walküre" führende Wiener NS-Funktionäre vorübergehend festgenommen wurden.. Der unentdeckt gebliebene Major Szokoll kooperierte mit der O5 und konnte im April 1945 Kontakt mit der Roten Armee aufnehmen, doch der Aufstandsplan ("Operation Radetzky") und damit die kampflose Übergabe der Stadt Wien fielen einem Verrat zum Opfer.. In anderen Orten und Gegenden konnten Widerstandskräfte die Zusammenbruchs- und Rückzugsphase des NS-Regimes ausnützende Befreiungsaktionen durchführen.. So befreite die Tiroler Widerstandsbewegung unter der Leitung des späteren Landeshauptmanns Karl Gruber die Stadt Innsbruck am 3.. Mai 1945 noch vor dem Eintreffen der ersten US-Truppen.. Auch in den Gefängnissen, Zuchthäusern und Konzentrationslagern des "Dritten Reiches", in denen zehntausende ÖsterreicherInnen inhaftiert waren, gab es - trotz der noch größeren Gefahren und Schwierigkeiten - Widerstand.. Dabei standen die Organisierung der Solidarität, die Hilfe für die anderen KameradInnen, die Sorge um das nackte Überleben im Vordergrund.. Aus nahezu allen Häftlingsberichten geht hervor, dass sich die ÖsterreicherInnen auch als solche verstanden und die meisten in ihren politischen Zukunftsvorstellungen an ein eigenständiges Österreich dachten.. Die Sichtweise vom "Geist der Lagerstraße" und von der uneingeschränkten Solidarität der Häftlinge ist freilich durch neuere Forschungen zur KZ-Geschichte in Frage gestellt.. Andere Formen von Widerstand und Opposition - nichtorganisierter Widerstand von Einzelnen, passive Resistenz, Nonkonformismus, soziales Protestverhalten und ähnliches - sind erst spät in das Blickfeld der Widerstandsforschung gekommen, obwohl sie genauso wie der organisierte Widerstand polizeilich und gerichtlich verfolgt wurden; so bezieht sich z.. der Großteil der rund 10.. 000 Verfahren vor dem Sondergericht Wien auf Delikte nach dem so genannten "Heimtückegesetz", das waren defaitistische Äußerungen, Verbreiten von Gerüchten, Witze über bzw.. Beleidigungen von führenden NS-FunktionärInnen, prokommunistische oder prokatholische Äußerungen, Singen verbotener Lieder, Verweigerung von Spenden oder des Deutschen Grußes und vieles andere.. Aufgrund der Quantität und Qualität dieser Fälle wird dieser "individuelle Widerstand" nicht zu Unrecht als "kollektive Systemopposition" verstanden.. Die Ablehnung der Normen und Ansprüche des NS-Systems durch bewusst anderes Verhalten - in Kleidung, Haarschnitt, Musik und anderes - spielte besonders im Milieu der ArbeiterInnenjugend eine Rolle; der von der HJ ausgeübte Zwang stieß auf Widerstand und schlug sich auch in zahlreichen Überfällen auf HJ-Lokale und -Funktionäre nieder.. Auch für die Beurteilung der Einstellung im bäuerlich-katholischen Milieu ist die Aufarbeitung dieses diffusen "Resistenzverhaltens" von hoher Relevanz.. Von diesen Formen des "kleinen Widerstandes" und des abweichenden Verhaltens von NS-Normen hebt sich die von einzelnen Personen geleistete Hilfe für rassistisch Verfolgte, insbesondere für Jüdinnen und Juden, qualitativ ab, weil sie von zutiefst humanen Motiven getragen und eine bewusst regimeablehnende Handlung war.. Unterkunftgewährung für jüdische "U-Boote" oder Lebensmittelweitergabe wurden mit Gestapo- oder KZ-Haft bestraft.. So wurde etwa die Wiener Ärztin Ella Lingens 1942 wegen ihrer Hilfe für jüdische Flüchtlinge nach Auschwitz gebracht, und der aus Wien stammende Feldwebel Anton Schmid wurde 1942 hingerichtet, weil er in dem - vom Österreicher Franz Murer kommandierten - Ghetto Wilna vielen Jüdinnen und Juden zur Flucht verholfen hatte.. Der Staat Israel hat bislang rund 20.. 000 Personen, darunter 84 aus Österreich, als "Gerechte der Völker" ausgezeichnet.. Es waren - so der zutreffende Titel des Buches von Erika Weinzierl - "Zu wenig Gerechte"..

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  • Title: Niemals Vergessen
    Descriptive info: Die Verfolgung der österreichischen Jüdinnen und Juden.. Die Verfolgung der österreichischen Roma.. Die Verfolgung politischer GegnerInnen.. Die Verfolgung nationaler Minderheiten.. Die Verfolgung sexueller Minderheiten.. Die Verfolgung religiöser Minderheiten.. Die Verfolgung erbkranker Personen.. Die Verfolgung ungehorsamer Soldaten.. Elisabeth Klamper.. Bereits in der Nacht vom 11.. auf den 12.. März 1938 begannen in Österreich die Ausschreitungen gegen die jüdische Bevölkerung, die wochenlang das Straßenbild Wiens prägen sollten.. Blinder Hass, Neid, Herrenmenschendünkel und ein jahrhundertelang tradierter Antisemitismus brachen in Form einer mittelalterlich anmutenden Jüdinnen- und Judenverfolgung aus.. Jüdische Männer, Frauen und manchmal auch Kinder wurden von SA-Männern, HJ-Angehörigen und MitläuferInnen des NS-Regimes geschlagen, verhaftet und gedemütigt, jüdische Geschäfte und Wohnungen geplündert.. Die spontanen Gewaltakte der österreichischen NationalsozialistInnen und ihrer MitläuferInnen waren eine Facette des antijüdischen Terrors, die Separierung und Diffamierung der österreichischen Jüdinnen und Juden durch die nationalsozialistischen Gesetze die andere.. Bis zum Kriegsbeginn im September 1939 hatte das nationalsozialistische Regime in Österreich und Deutschland durch Gesetze, Erlässe und Verordnungen die wirtschaftliche Existenz der Jüdinnen und Juden vernichtet.. Auch die ersten Maßnahmen zu deren besonderer Kennzeichnung (Einführung der Kennkarte ), Isolation (Beginn der Konzentration in bestimmten Wohnhäusern) sowie zur Einengung der persönlichen Bewegungsfreiheit waren bereits getroffen.. Der letzte Schritt zur Ausgrenzung und Stigmatisierung der österreichischen Jüdinnen und Juden erfolgte am 15.. September 1941 durch eine Polizeiverordnung, nach der Jüdinnen und Juden ab dem sechsten Lebensjahr gezwungen waren, den Judenstern zu tragen.. Auch mussten die Wohnungen, in denen Jüdinnen und Juden lebten, ab April 1942 mit einem Judenstern gekennzeichnet sein.. Im Februar 1941 begannen die Deportationen aus Wien in die Ghettos und Vernichtungslager.. Insgesamt fielen annähernd sechs Millionen Jüdinnen und Juden der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik zum Opfer, ca.. 65.. 000 davon waren ÖsterreicherInnen.. Erika Thurner.. In Österreich lebten vor 1938 etwa 11.. 000 als Zigeuner bezeichnete Personen: Burgenland-Roma, deutsche und österreichische Sinti und andere Gruppen (Lovara, Kalderash).. Einer Mehrheit war das Land bereits zur Heimat geworden.. Je nach gebotenen Möglichkeiten verdingten sie sich als NomadInnen , als NahwanderInnen, aber auch als Sesshafte - manche schon seit Generationen.. Die Not der Zwischenkriegszeit machte allerdings viele der HändlerInnen, HandwerkerInnen oder MusikerInnen, aber auch ArbeiterInnen und TaglöhnerInnen unter ihnen zum Bettelvolk.. Unmittelbar in den Anschlusstagen , im März 1938, begann die Zigeuner -Hetzjagd.. Unter der Schirmherrschaft der deutschen NS-FunktionärInnen zogen die österreichischen Nazis in ihren Rassen-Krieg.. So wurden bereits 1938/39 Tausende österreichische Zigeuner als Asoziale und/oder als rassisch Minderwertige verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt - nach Dachau, Buchenwald, Mauthausen und Ravensbrück.. Ab 1939 folgten die weiteren Verfolgungsschritte: Zunächst die Festsetzung aller noch freien Zigeuner auf österreichischem Gebiet in eigens errichteten Zwangsarbeitslagern.. Dann - zur Jahreswende 1941/42 - starteten die Osttransporte, einschließlich einer ersten großen Ausrottungsaktion im polnischen Ghetto Lodz.. Höhepunkt und Schlusspunkt bildete der so genannte Auschwitz-Erlass vom Dezember 1942.. In ihm legte Reichsführer SS Heinrich Himmler den Ausrottungsplan aller Zigeuner und.. Zigeunermischlinge fest.. Die Umsetzung erfolgte ab Frühjahr 1943: Etwa eine halbe Million europäischer Zigeuner hat dieses nationalsozialistische Mordprogramm nicht überlebt.. Von den 11.. 000 österreichischen Roma und Sinti wurden zwei Drittel Opfer des NS- Zigeuner -Holocaust.. Wolfgang Neugebauer/Thomas Ninführ/Helmut Wohnout.. Neben Jüdinnen und Juden und Roma waren die politischen GegnerInnen des Nationalsozialismus Hauptziele der Repressionsmaßnahmen.. Einerseits sollten mit dem NS-Totalitätsanspruch unvereinbare politische Bewegungen und Parteien ausgeschaltet bzw.. mit deren RepräsentantInnen abgerechnet werden, andererseits sollte durch Ausübung von Terror jeglicher Widerstand von dieser Seite im Keim erstickt werden.. Die Verfolgungsmaßnahmen waren daher schon lange vor dem März 1938 von den Verantwortlichen in Berlin geplant bzw.. in den Machtträumen österreichischer NationalsozialistInnen vorweggenommen worden.. Die erste große Verhaftungswelle unmittelbar nach der Besetzung richtete sich vor allem gegen VertreterInnen des untergegangenen Ständestaates, KommunistInnen, SozialistInnen, bekannte antinazistische KünstlerInnen sowie Jüdinnen und Juden.. Die Zahlenangaben schwanken zwischen 50.. 000 und 76.. 000 Inhaftierten innerhalb der ersten sechs Wochen.. Einige Tausend der Verhafteten blieben längere Zeit inhaftiert oder kamen im Laufe des Jahres 1938 ins KZ, der Großteil aber wurde nach einigen Tagen oder Wochen wieder freigelassen.. Später allerdings - insbesondere im Zusammenhang mit dem Attentat auf Hitler am 20.. Juli 1944 - wurden viele FunktionärInnen der ehemaligen österreichischen Parteien neuerlich verhaftet.. Im Allgemeinen ging die Verhaftung auch mit dem Verlust der Stellung oder des Arbeitsplatzes, vor allem bei Jüdinnen und Juden auch des Geschäftes und der Wohnung einher; es wurde also die ganze Familie von den Verfolgungshandlungen in Mitleidenschaft gezogen.. Demütigungen und Misshandlungen der Opfer durch fanatische NationalsozialistInnen waren gang und gäbe.. Dadurch wurde bewusst eine Atmosphäre des Schreckens geschaffen.. Helena Verdel.. Die Minderheiten erlebten den Anschluss Österreichs durchaus unterschiedlich: Je nach den Erfahrungen mit dem Ständestaat standen sie ihm bedingt hoffnungsvoll bis gleichgültig gegenüber; viele erlebten ihn aber auch als Schock, waren doch plötzlich die nationalen GegnerInnen im Lande zu MachthaberInnen geworden.. Der  ...   nicht nur von Gerichten abgeurteilt, sondern nach Verbüßung ihrer Strafe oder an Stelle eines Gerichtsurteils in Konzentrationslager eingewiesen.. Im KZ Mauthausen waren ab 1938/39 bis zur Befreiung ständig Homosexuelle inhaftiert.. Es fanden auch medizinische Versuche an Homosexuellen statt, vor allem Kastration und Hormonbehandlungen.. Neben Verfolgungshandlungen gegen die katholische Kirche zielte der Nationalsozialismus auch auf die Ausschaltung religiöser Minderheiten, so genannter Sekten.. Vor allem die Internationale Bibelforschervereinigung (IBV) war während der Zeit des Nationalsozialismus schweren Verfolgungen ausgesetzt.. Die im NS-Jargon Bibelforscher genannte, sich selbst Zeugen Jehovas bezeichnende christliche Kleingruppe weigerte sich, die staatliche Autorität über ihre religiösen Vorstellungen zu setzen.. Bereits ab dem Anschluss kam es zu Konflikten zwischen ihnen und dem NS-Regime, da sie den Hitlergruß oder andere Aktivitäten zur Unterstützung des Staates, wie beispielsweise Spenden für das Winterhilfswerk, verweigerten.. Durch zwei Verhaftungswellen 1939 und 1940 wurden die bis dahin bestehenden illegalen Landesleitungen der IBV aufgelöst.. Kinder aus Familien von BibelforscherInnen wurden ihren Eltern weggenommen und staatlichen Erziehungsinstitutionen überantwortet.. Nach Kriegsausbruch verschärfte sich die Situation beträchtlich, da die BibelforscherInnen es grundsätzlich ablehnten, Wehrdienst zu leisten.. Zahlreiche Mitglieder dieser Religionsgemeinschaft wurden wegen Wehrkraftzersetzung vor Gericht gestellt bzw.. in Konzentrationslager eingeliefert.. Insbesondere Männer im wehrfähigen Alter mussten wegen ihrer Weigerung, Militärdienst zu leisten, mit dem Todesurteil rechnen.. Selbst im Konzentrationslager weigerten sich inhaftierte BibelforscherInnen, Arbeiten für die Deutsche Wehrmacht zu leisten.. Zum Unterschied von anderen Gruppen verfolgter Menschen hätten die BibelforscherInnen die Möglichkeit gehabt, sich ihr Los zu erleichtern bzw.. ihre Freilassung zu bewirken: Sie hätten sich nur durch Unterzeichnung einer vorgefertigten Erklärung von der Internationalen Bibelforschervereinigung lossagen und ihre Loyalität dem nationalsozialistischen Staat gegenüber erklären müssen.. Die meisten verweigerten jedoch diesen Ausweg und blieben ihrer religiösen Überzeugung treu.. Friedemann Bedürftig.. Sterbehilfe für unheilbar Kranke wurde schon in den 20er Jahren intensiv diskutiert, doch erst im Dritten Reich begannen ernsthafte Überlegungen dazu, nun auch ausgedehnt auf Behinderte, denen als "unnütze Esser" und "lebensunwertes Leben" die Existenzberechtigung abgesprochen wurde.. Von den Zwangssterilisationen "erbkranker" Personen bis zu ihrem aktiven "Ausmerzen" - verschleiernd griechisch "Euthanasie" (schöner, leichter Tod) genannt - führte ein direkter Weg.. Schon 1938 genehmigte Hitler aufgrund eines Einzelfalls die Kindereuthanasie von Behinderten, mit Kriegsbeginn am 1.. September 1939 ermächtigte er seinen Leibarzt Brandt und den Chef seiner Kanzlei, Bouhler, "nach menschlichem Ermessen unheilbar Kranken den Gnadentod zu gewähren".. Unter verschiedenen Tarnnamen wurde die "aktion T4" gestartet, in derer Rahmen psychisch (also keineswegs "unheilbar") kranke Erwachsene in Heil- und Pflegeeinrichtungen ausgesondert, in Tötungsanstalten verbracht und dort mit Gas oder Injektionen umgebracht wurden.. Die Opfer wurden mit Hilfe von Fragebogen ermittelt, die Ärzte nach freiem Ermessen auswerteten.. Als die Nachrichten darüber trotz Tarnung in die Öffentlichkeit drangen, regte sich massiver Protest vor allem der Kirchen, woraufhin die Morde auf Befehl Hitlers im August 1941 eingestellt wurden.. Das Personal wurde in den Osten verlegt und arbeitete dort mit beim Aufbau der Vernichtungslager.. Bis dahin waren mindestens 70.. 000, vermutlich aber über 90.. 000 Menschen Opfer der Euthanasie geworden.. Sie endete damit keineswegs, sondern ging unter noch strengerer Geheimhaltung z.. B.. als "Aktion 14f13" weiter und betraf nun geisteskranke und arbeitsunfähige KZ-Häftlinge.. Auch in vielen Heilanstalten tötete man weiter Behinderte, nun aber an Ort und Stelle durch Spritzen, Entzug der Nahrung, Tabletten u.. Die Opferzahlen stiegen weiter; im "Ärzte-Prozess" in Nürnberg ging die Anklage von 275.. 000 Getöteten aus, darin enthalten die während des Luftkriegs in Krankenhäusern und Altersheimen bei der "Aktion Brandt" zum Freimachen von Lazarettplätzen umgebrachten psychisch Kranken und die Ermordeten in den Behinderteneinrichtungen und Kliniken der besetzten Ostgebiete.. Walter Manoschek.. Menschen, die sich dem Dienst in der Deutschen Wehrmacht enzogen, wurden vom NS-Regime unbarmherzig verfolgt und drakonisch bestraft.. Die Kriegsgerichte führten etwa drei Millionen Strafverfahren gegen ungehorsame Soldaten und ZivilistInnen durch.. Zwischen 1939 und 1945 wurden mindestens 30.. 000 Todesurteile gegen deutsche und österreichische Wehrmachtsangehörige ausgesprochen.. Allein wegen Desertion wurden etwa 22.. 000 Todesurteile verhängt und ca.. 15.. 000 tatsächlich vollstreckt.. Zum Vergleich wurde in der US-Armee während des Zweiten Weltkrieges ein einziges Todesurteil wegen Desertion vollstreckt.. Unzählige Soldaten wurden in KZ-ähnliche Lager und Strafbataillone gesteckt.. Besonders harte Urteile verhängten die Militärgerichte gegen Deserteure, Kriegsdienstverweigerer und Personen, die ein Verratsdelikt begangen hatten.. Von den österreichischen Kriegsdienstverweigerern, fast ausschließlich Personen, die der Glaubensgemeinschaft der Zeugen Jehovas angehörten, wurde in fünfzig Prozent der Fälle ein Todesurteil verhängt; ebenso hoch war die Quote an Todesurteilen bei Deserteuren.. Hochgerechnet wurden zwischen 1.. 200 und 1.. 400 österreichische Deserteure hingerichtet.. Im Nachkriegsösterreich wurden Deserteure, Kriegsdienstverweigerer und andere Verfolgte der NS-Militärjustiz jahrzehntelang als Verräter und Feiglinge beschimpft und gesellschaftlich ausgegrenzt.. Sie gehörten nicht nur zu den vergessenen, sondern auch zu den stigmatisierten Opfern des Nationalsozialismus.. Erst im Sommer 2005 wurden sie gesetzlich eindeutig rehabilitiert und finanziell den anderen Opfergruppen des Nationalsozialismus gleichgestellt..

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